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Düllmann


 

Auf dieser Seite möchte ich Ihnen meine selbsterfundenen Geschichten von Düllmann - einem etwas erfolgslosen Fotografen - zum Besten geben. Der Name "Düllmann" ist übrigens eine reine Erfindung von mir und hat nichts mit einem evtl. lebenden Düllmann zu tun.

 

 

Inhaltsverzeichnis


 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 001 / Das Foto der Schwiegermutter

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 002 / Das Foto der Ehefrau

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 003 / Das Foto der Tochter

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 004 / Das Foto vom Nachwuchs

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 005 / Das Foto von den Tätern

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 006 / Das Foto vom Kamel

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 007 / Das Foto vom Erlkönig

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 008 / Die Jungfernfahrt

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 009 / Fotos für die Umweltschützer

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 010 / Das Foto des Oben-ohne-Modells

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 011 / Fotos vom Fußballspiel

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 012 / Das Foto von der Weinlese

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 013 / Fotos vom Freitag, dem 13.

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 014 / Fotos vom Rummel

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 001 / Das Foto der Schwiegermutter


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll die Schwiegermutter eines betuchten Herrn fotografieren. Sofort macht er sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und klingelt an der Tür eines noblen Hauses. Ein etwas älterer Herr öffnet und fragt: "Sie wünschen?" Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier 'ne Schwiegermudder dädowier'n, äh fodografier'n." Düllmann wird Eintritt gewährt. "Und wo is nu de alde Schachd'l?", will er wissen. Ohne dass ihm diese Frage beantwortet wird, erscheint der Hausherr. Er bittet ihn in ein kleines Nebenzimmer, um das ganze Prozedere mit ihm zu besprechen. Unter anderem fragt Düllmann: "Woll'n Se än nadierliches Bild odder soll ich se schee darstell'n?" Etwas irritiert entgegnet der Gastgeber: "Ich liebe meine Schwiegermutter über alles, also lassen Sie solche Bemerkungen!" - "Tschuldigung", entgegnet Düllmann "ich wusste ja ned, dass Se pervers sin!" Dem Hausherrn verschlägt's glatt die Sprache, aber da er unbedingt das Foto haben möchte, hält er sich noch zurück und führt ihn zu seiner Schwiegermutter, einer etwas kräftig gebauten, betagten Dame. Düllmann betrachtet sich die Schwiegermutter ausgiebig und meint: "Mid män'm Weidwink'l krieg ich se aber net ganz druff, kann ich ebbes abschneide?" Da der Hausherr sowieso keine Ganzkörperaufnahme wollte, ist er einverstanden:" Schneiden Sie halt den Teil weg, der im Bild am meisten stört." Das lässt sich Düllmann nicht zwei Mal sagen: "Also gud, dann lass ich de Kopp weg." - "R A U S S S S !", ist alles was Düllmann darauf hin noch hört. Aber als viel schlimmer und höchst unerhört empfindet er den plötzlich und unverhofft einsetzenden Schmerz an seinem Steißbein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Mietrechnungen denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 002 / Das Foto der Ehefrau


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll die Ehefrau des schwerhörigen Bauers Huber fotografieren. Sofort macht er sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und klingelt an der Tür eines völlig heruntergekommenen Bauernhofs. Bauer Huber öffnet selbst und fragt: "Sie wünschen?" Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier Ihr Frauch'n dädowier'n, äh fodografier'n." Huber ruft nach hinten zu seiner Frau: "Hier ist der Müllmann!" Und ganz von hinten hört man die Antwort: "Trinkgeld haben wir schon letzte Woche gegeben, er soll wieder verschwinden!" Düllmann entgegnet (jetzt schon etwas lauter): "Nicht Müllmann, sondern Düllmann und ich bin än Graf ..., än Fodograf!" - "Da brauchen Sie doch nicht so zu schreien Herr Brüllmann!", entgegnet Bauer Huber. Düllmann weiß nicht mehr weiter und so wiederholt er nochmals seinen Spruch: "Nicht Brüllmann, sondern Düllmann und ich bin än Graf ..., än Fodograf!" Da tönt es wieder von hinten aus dem Haus: "Was will er denn nun, frag doch mal!" Also fragt Bauer Huber: "Herr Güllmann, was wollen Sie denn?" Düllmann ist am Kochen und wiederholt: "Nicht Güllmann, sondern Düllmann und ich bin än Graf ..., än Fodograf!" Und Bauer Huber ruft nach hinten zu seiner besseren Hälfte: "Er will uns ein Schaf verkaufen, ein rotes Schaf." Da entgegnet seine Frau (von hinten): "Wir brauchen kein rotes Schaf. Schick ihn schnell weg, du weißt doch, dass wir einen Fotografen erwarten!" Und was macht Bauer Huber? Er schmeißt ihn einfach raus: "R A U S S S S !". Düllmann bleibt nichts anderes übrig als zu gehen. Er denkt gerade noch, dass er dieses Mal wenigstens noch heil davon gekommen ist, als er in einen Kuhfladen tritt und rücklings auf seinen Allerwertesten fällt. Und da war er wieder: Der plötzlich und unverhofft einsetzender Schmerz an seinem Steißbein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Handyrechnungen denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 003 / Das Foto der Tochter


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll die Tochter des exzentrischen Tischlers Krummbein fotografieren. Sofort macht er sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und klingelt an der Tür von Tischler Krummbeins Werkstatt. Sofort erscheint Krummbein an der Tür und fragt. "Sie wünschen?" Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier Ihr Dochder dädowier'n, äh fodografier'n. "Na, dann kommen Sie rein. Helene ist oben in der Kammer. Sie können dort die Treppe nehmen." Also nimmt Düllmann die Treppe, öffnet die Kammertür und steht einer bildhübschen jungen Frau gegenüber. Düllmann wächst über sich selbst hinaus und fragt völlig unverblümt: "Frollein, darf ich Se auch mal nackt fodografier'n?" Helene ist nicht auf den Mund gefallen und entgegnet: "Ich habe nichts dagegen, wenn Sie mich nackt fotografieren. Also, ziehen Sie sich ruhig aus. Ich kann Elend ertragen." Damit hatte Düllmann natürlich nicht gerechnet und ihm bleibt nichts anderes übrig, als sich auszuziehen. Als er gerade sein Stativ ausfahren will, betritt Tischler Krummbein die Kammer um nach dem Rechten zu sehen. Er sieht Düllmann in seiner absolut verfänglichen Situation und brüllt sofort los: "R A U S S S S !" Düllmann bückt sich gerade, um seine Kleider aufzusammeln, als er einen plötzlich und unverhofft einsetzenden Schmerz an seinem Steißbein bemerkt.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Rechnungen fürs Fittnessstudio denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 004 / Das Foto vom Nachwuchs


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll den frischgeborenen Sohn von Bäckermeister Brotzeit fotografieren. Sofort macht er sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und klingelt an der Tür von Bäckermeister Brotzeits Backstube. Nach gut zwei Minuten erscheint Brotzeit an der Tür und fragt. "Sie wünschen?" Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Baby dädowier'n, äh fodografier'n." Kommen Sie erst mal rein!", erwidert der Bäckermeister "Ich ziehe mich noch schnell um und hole den Kleinen." Also wartet Düllmann in der Backstube. Er überlegt sich gerade, ob er seinen Finger mal kurz in die Knetmaschine stecken soll, als Brotzeit auch schon wieder auftaucht, jetzt in einem schönen, aber schon etwas älteren Anzug und in seinen Armen hält er ganz behutsam ein kleines Bündel, seinen Sohn Hubertus. Das ist Hubertus", sagt Brotzeit und deutet etwas umständlich mit der linken Hand auf seinen Sohn. "Sie können also anfangen!" Da meint Düllmann: "Soll de kläne Scheißer a mid uffs Bild?" Brotzeit ist zutiefst getroffen und fährt Düllmann an: "Wie reden Sie über meinen Sohn. Hubertus ist mein ganzer Stolz und niemand nennt ihn kleiner Scheißer!" Da entgegnet Düllmann: "Wer redd denn mit Ihne? Ich hab doch des Baby g'frogt!" Brotzeit wird zuerst rot und dann grün im Gesicht. Er legt Hubertus - seinen ganzen Stolz - sanft neben die Knetmaschine und will sich auf Düllmann stürzen. Doch dieser hat bereits die Flucht ergriffen und so erwischt ihn Brotzeit - laut "R A U S S S S !" brüllend - nur noch per Fußtritt an dessen Hinterteil. Und folgedessen stellt sich bei Düllmann wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein ein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Unterhaltszahlungen an seine Exfrau denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 005 / Das Foto von den Tätern


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann ist zufällig Zeuge eines dreisten und brutalen Überfalls geworden und konnte dabei sogar ein paar Fotos schießen. Und jetzt sieht er seine große Chance gekommen, denn er hat angeblich auch ein Bild von den Tätern und dieses will er nun an eine große deutsche Zeitung verkaufen. Also machte er sich sofort auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Doch da fällt ihm ein, dass er dieses Mal überhaupt keine Ausrüstung braucht und ein wenig später fährt er dann - immer noch ohne Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und klingelt an der Tür der Redaktion. Chefredakteur Gekritzel öffnet persönlich und fragt: "Sie wünschen?" Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Bild abdreh'n, äh abgeb'n." - "Mann, da sind Sie ja endlich"; brüllt Gekritzel. "Kommen Sie gleich mit und her mit dem Bild". Düllmann übergibt das Foto und Gekritzel schaut es sich genau an. "Ich sehe nur ein paar Verletzte und die Rettungskräfte! Wo sollen denn da die Täter sein?", fragt Gekritzel. Und Düllmann antwortet: "Awwer do sin doch de Däder, de Sanidäder!" Gekritzel wäre glatt die Zigarre aus dem Mund gefallen, wenn er gerade eine geraucht hätte. Die Story kann er vergessen. Langsam dreht er sich um und brüllt "R A U S S S S !" Einen Fußtritt muss er in dieser Episode Düllmann aber nicht verpassen, da dieser noch genug Steißbeinschmerzen von seinem letzten Auftritt bei Bäckermeister Brotzeit hat.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Zahlungen für sein Zeitungsabonnement denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 006 / Das Foto vom Kamel


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll im örtlichen Zoo ein seltenes Kamel für eine Werbekampagne fotografieren. Sofort macht er sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und will durchs Eintrittshäuschen. Aber der Kassierer hält ihn auf: "Hey Sie da, Sie können da doch nicht ohne zu bezahlen reingehen!" Düllmann erwidert darauf: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Kamel dädowier'n, äh fodografier'n." - "Nein, nein, so geht das nicht, da kann ja jeder kommen. Sie müssen schon den Eintritt bezahlen." Düllmann bleibt also nichts anderes übrig als zu bezahlen. Anschließend macht er im Zoo ein paar Bilder und fährt darauf hin sofort zur Werbeagentur. Dort angekommen drückt er gleich auf die Klingel. Ein Summton ertönt und Düllmann kann das Gebäude betreten. Im Empfangsbereich wird er von der Sekretärin gefragt: "Sie wünschen?" Und Düllmann antwortet: Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Bild von nem Kamel abgeb'n." - "Geben Sie es mir, ich gebe es gleich dem Chef, Herrn Protz", fordert ihn die Sekretärin auf. Düllmann gibt ihr die Speicherkarte und die Sekretärin verschwindet gleich in einem der vielen Nebenzimmer. Kurz darauf kommt ein drahtiger Mann aus dem Zimmer und geht auf Düllmann zu. "Hallo Herr Düllmann, wo ist denn nun das Kamel? Ich sehe immer eine einzige Person auf den Bildern." - "Ja", antwortet Düllmann, "des war des greegst Kamel vom ganz'n Zoo, denn der hot verlangt, dess ich Eintritt zahle soll." Diese Antwort hätte Düllmann lieber nicht geben sollen, denn Protz fühlt sich irgendwie vergaggeiert und verpasst Düllmann einen hollywoodreifen Tritt in dessen Hinterteil und brüllt außer sich vor Zorn: "R A U S S S S !" Und wie zu erwarten war, stellt sich bei Düllmann wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein ein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Tabakrechnungen denken muss, er hat wohl zu viele Camels geraucht. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 007 / Das Foto vom Erlkönig


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Ein Zeitschriftenverlag hat herausbekommen, dass ein bekannter Automobilhersteller an einem bestimmten Ort eine neue Luxuslimousine testen wird. Der Verlag setzt also Düllmann darauf an, den Erlkönig zu fotografieren. Sofort macht Düllmann sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer halben Stunde Fahrt ist er angekommen und betritt das Testgelände. Nach einer Stunde Aufenthalt fährt Düllmann sofort in die Redaktion und klingelt an der viel zu kleinen Tür. Chefredakteur Schreibfaul öffnet sofort und fragt: "Sie wünschen?" Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Bild vonnem Erlkäfig, äh Känig abgebb'n." - "Schnell her damit!", drängelt Schreibfaul und Düllmann übergibt Schreibfaul die Speicherkarte. Dieser verschwindet sofort in seinem Büro, kommt aber gleich darauf zurück: "Mensch Düllmann, Sie haben mir die falsche Speicherkarte gegeben. Auf dieser ist kein Erlkönig drauf, sie ist sogar absolut leer!" Da meint Düllmann nur: "Ne, ne, des is de rischtig Kart, awwer dort, we Se mich higschickt hawwe, war gar kän Känig und a kän Erlkänig. Do war immer nur so ä dummes Audo, des mir lauf'nd vor de Nas rumgfahre is." Schreibfaul wird zuerst rot und dann grün im Gesicht, etwa so ähnlich, wie sich gleich Düllmanns Hinterteil verfärben wird. Laut "R A U S S S S !" brüllend verpasst er ihm den obligatorischen Tritt und bei Düllmann stellt sich wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein ein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine fälligen Leasingraten für sein extravagantes Auto denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 008 / Die Jungfernfahrt


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Jahrelang wurde sie gebaut und endlich ist sie fertig: die neue Zugstrecke durch ein sehr romantisches aber auch absolut unwegsames Gelände. Düllmann hat den Auftrag bekommen, bei der Jungfernfahrt spektakuläre Fotos zu schießen, um die Touristen damit anzulocken. Düllmann ist von der Landschaft begeistert und hat auch schon eine Idee, wie er die Feinheiten besonders gut rüberbringen kann. Ratternd und mit hoher Geschwindigkeit setzt sich der Zug in Bewegung. Profimäßig gelassen platziert Düllmann am offenen Fenster sein Stativ und befestigt seine neue Superprofikamera darauf. Eingestellt hat er eine Belichtungsreihe mit 21 Bildern. Ja, er will die einzelnen Details der wunderschönen Landschaft mit einer HDR-Aufnahme noch mehr zur Geltung bringen. Wieder zuhause angekommen bearbeitet er sofort seine Ergebnisse, indem er jeweils 21 Bilder zu einem einzigen zusammenrechnen lässt. Anschließend unterzieht er die Bilder einem gewagten Tonemapping. Glücklich schaut er sich das Ergebnis an und ist sehr zufrieden: grelle, leuchtende Farben. Sofort fährt er zu seinem Auftraggeber. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er bei seinem Treffen seine Bilder mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Bilder zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Bildern - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einer etwas längeren Parkplatzsuche und einem kleinen Blechschaden hat Düllmann sein Ziel erreicht und klingelt an der Eingangstür. Nach exakt dem achten Klingelton wird ihm von einem älteren Herren aufgemacht: "Sie wünschen?" Und Düllmann antwortet: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än paar Bilder vonner Schandlaft, äh Landschaft abgebb'n." - "Hallo, ich bin Herr Weiche, bitte geben Sie mir die Bilder." sagt der etwas ältere Herr. Also übergibt Düllamm ihm die Bilder. Voller Erwartung stürzt sich Weiche auf die Bilder und stutzt: "Was ist denn das? Ich sehe ja nur bunte Farbkleckse!" Darauf Düllmann: "Des sinn awwer eschte HDRs, leider is de Zug so schnell g'fahre, dass jedes Enzelbild etwas annersch war." - "Düllmann", brüllt Weiche "Sie wollen doch nicht sagen, dass das alles ist, was Sie mir bieten können?" Als Düllmann darauf hin nichts entgegnet, brüllt Weiche, jetzt noch etwas lauter: "R A U S S S S !" und verpasst dem Fotografen den wohlverdienten Tritt, so dass sich bei Düllmann wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein einstellt.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt, wo er sich beim Zugfahren einen Zug eingefangen hat und für mindestens vier Wochen ausfällt und er nicht weiß, wie er seinen Strafzettel fürs Schwarzfahren bezahlen soll. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 009 / Fotos für die Umweltschützer


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Der Umweltschutzbund Vogelfrei möchte eine kleine Ausstellung machen. Dazu benötigt er einige Bilder aus Feld und Flur. Düllmamm hat daher den Auftrag bekommen, einige Pilze im Wald zu fotografieren. Sofort macht Düllmann sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Nach einem kleinen Umweg erreicht er sein Ziel und macht sich sofort an die Arbeit. Er sucht sich ein schattiges Plätzchen, legt eine Decke auf den Boden und stellt drei Gläser darauf. Danach kehrt er zu seinem Auto, einem alten Ford, zurück und holt sich mehrere Flaschen Bier der Sorte Extraherb. Wieder an dem schattigen Plätzchen angekommem, befüllt Düllmann die drei Gläser mit dem Bier und fängt an, diese zu fotografieren. "Na also", siniert Düllmann, "Drei Pilse im Wald." Zufrieden trinkt er danach die drei Gläser aus und packt seine Ausrüstung zusammen. Jetzt aber schnell zu den Umweltschützern! Leider dauerte die Fahrt dann doch etwas länger, da Düllmann in eine Alkoholkontrolle geriet und den Rest des Weges zu Fuß zurücklegen musste. Als er endlich ankommt, ist daher die Veranstaltung bereits in vollem Gange. Beim Einlass spricht er den Erstbesten an: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än paar Filzbilder, äh Pilsbilder abgebb'n." - "Oh, da müssen Sie zu Herrn Professor Totholz", entgegnet der so Angesprochene. Also macht sich Düllmann auf, Herrn Professor Totholz zu suchen. Kurz vor Ende der Veranstalltung hat er endlich Totholz gefunden: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än paar Filzbilder, äh Pilsbilder abgebb'n." - "Mann, warum kommen Sie denn so spät?", brüllt Totholz und nimmt die Speicherkarte, die er sofort in den Rechner schiebt. Augenblicklicht werden Düllmans Werke über einen Beamer und eine riesige Leinwand angezeigt. Professor Totholz sieht die Bilder und seine Halsschlagader schwillt gefährlich an. Kurz vor dem Kollaps brüllt er, jetzt aber noch deutlich lauter: "R A U S S S S !" und verpasst dem Fotografen mit einer Bierflasche, die er zufällig in der Hand hält, einen derben Schlag auf den Allerwertesten, so dass sich bei Düllmann wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein einstellt.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine unbezahlten Bierrechnungen denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 010 / Das Foto des Oben-ohne-Modells


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

In der Stadt gastiert das überaus berühmte Oben-ohne-Modell, Rita Prallvoll, und Düllmann soll sie exklusiv fotografieren. Und daher macht sich Düllmann sofort auf den Weg. Aber dieses Mal mit einem Taxi, da er bei seinem vorigen Auftrag, wie wir ja alle wissen, seinen Führerschein verloren hat. Als er die ersten zehn Kilometer im Taxi zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals mit dem Taxi zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann im Taxi - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Rita ist in einem noblen Hotel abgestiegen, um dort erlesenen Gästen eine Privatvorführung zu geben. Am Hotel angekommen, begehrt Düllmann Einlass: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Brita, äh Rita dädowier'n, äh fodografier'n." - "Kommen Sie mit", entgegnet der Portier, "ich führe Sie zu Rita." Und so gelangt Düllmann in das Zimmer mit der Privatvorstellung, die bereits in vollem Gang ist. Düllmann fotografiert, dass es eine Freude ist, zuzusehen. Als er keine Lust, äh freie Speicherkarte mehr hat, fährt er sofort zu seinem Auftarggeber. Natürlich mit dem Taxi. Dort angekommen klingelt er sofort an der Haustür und wartet auf Einlass. Nachdem er auch nach dem zehnten Klingeln nicht aufgemacht bekommt, begreift er langsam, was das Schild "Klingel defekt, bitte klopfen!" bedeutet. Also klopft Düllmann lautstark an der Tür und es vergehen keine fünf Sekunden, bis ihm geöffnet wird. "Sie wünschen", nuschelt eine Stimme und Düllmann antwortet: Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än paar Brita-Bilder, äh Rita-Bilder abgebb'n." - "Nur schnell her damit", ruft sein Auftraggeber Hartspitz. Also übergibt Düllmamm Hartspitz seine Speicherkarte, der diese sofort in sein Tablet schiebt. Gespannt schaut er sich die Bilder an und bekommt dabei ein immer längeres Gesicht. "D Ü L L M A N N, wo ist Rita, das Oben-ohne-Modell?", kreischt er. "Die war garnett da", antwortet Düllmann, "da war zwar ä Dussi, ab die war net Owwe ohne, sondern absolut Owwe midd, unn sowas von midd, zwee riesige Melone, dat misse se g'sehe hawwe!" Eine gespentische Ruhe setzt ein, die nur von einem kurzen knackenden Geräusch unterbunden wird und bei Düllmann stellt sich wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein ein. Hartspitz' Brüller "R A U S S S S !", verhallt dieses Mal ungehört, da Düllmann bereits wieder in seinem Taxi sitzt.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine Schulden in der Stripbar denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 011 / Fotos vom Fußballspiel


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

In Kickershausen steht ein wichtiges Fußballspiel an. Da der örtliche Fotograf leider ausgefallen ist, hat das Gremium beschlossen, Düllmann den Auftrag zu geben. Man bestand aber darauf, dass sich Düllmann vorher mit dem Veransatlter trifft und alles Wesentliche bespricht. Sofort macht Düllmann sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. Da fällt ihm siedendheiß an, dass dies nur ein Vorgespräch ist und er seine Ausrüstung überhaupt nicht braucht. Also fährt Düllmann wieder zurück, um seine Ausrüstung zuhause abzulegen. Anschließend fährt er mittlerweile zum dritten Mal seinem Ziel entgegen und ... kommt natürlich viel zu spät an, da er zweimal hin- und hergefahren ist. Aber er hat Glück, im Vereinsheim brennt noch Licht. Zielstrebig öffnet er die Tür und triit ein ... nein, er knallt dagegen, da die Tür um diese Zeit noch abgeschlossen war. Aber sein unfreiwiliger Türknaller wurde gehört und schnellen Schrittes wird ihm die Tür geöffnet: "Mann, da sind Sie ja endlich. Hören Sie gut zu, ich gebe Ihnen jetzt ein paar wichtige Anweisungen." Darauf entgegenet Düllmann: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än Vorverbrechung, äh Vorbesprechung mache." - "Mensch Düllmann, ich kenne Sie doch und weiß auch, warum Sie hier sind ...", entgegenet der Vereinsvorsitzende Lattenschuss, "... also, geben Sie acht: Das Wichtigste sind die Tore. Immer wenn ein Tor fällt, müssen sie am richtigen Ort sein und dies aufnehmen. Trauen Sie sich das zu?" Ganz stolz antwortet Düllmann: "Nadierlich, immer wän än Dor fällt, geb ich acht, gehe auf den still'n Ort, äh richtig'n Ort und dädowiere, äh fodografiere das Dor." - "Oder so,", meint Lattenschuss. Jetzt aber los, es ist schon spät. Ich hoffe doch, dass Sie Ihre Ausrüstung dabei haben." Wie wir aber wissen, hat Düllmann seine Ausrüstung nicht mit dabei und muss noch einmal nach Hause zurückfahren. Das macht er auch gleich und fährt danach direkt zum Fußballspiel. Beim Stand von 3 : 0 kommt er völlig außer Atem an. Kurz vor dem Abpfiff ist er dann soweit, seine ersten Fotos zu machen. Es war übrigens ein sensationelles Spiel, denn die Heimmannschaft hat sage und schreibe mit 10 : 0 gewonnen. Zufrieden macht sich Düllmann nach dem Spiel auf ins Vereinsheim, um seine Speicherkarte abtzgeben. Um nicht wieder an die Tür zu knallen, klopft er ganz sachte an. "Mensch Düllmann, kommen SIe doch einfach rein, wir haben doch mittlerweile geöffnet.", ruft von innen Lattenschuss. Also begibt sich Düllmann in das Vereinsheim und bewegt sich zielsicher auf Lattenschuss zu: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än paar Busfall..., äh Fußballbild'r abgebb'n." Darauf Lattenschuss:"Wie oft denn noch? Ich kenne Sie und jetzt her mit der Speicherkarte!" Nachdem Düllmann die Karte übergeben hat und Lattschuss diese sofort in seinen Laptop geschoben hat, klopft dieser sofort energisch auf seinen Laptop, aber trotzdem werden nur äußert delikate Bilder von großbusigen Zuschauerinnen angezeigt. "Det iss scho richtig so", meint Düllmann, "denn es iss ieberhaupt kee Dor g'falle. Die ware rischtig fest g'macht. Do hab' isch halt än baar annere Uffnahme g'macht" Laut "R A U S S S S !" brüllend zeigt darauf hin Lattenschuss, warum er seinen Namen wohlverdient hat und bei Düllmann stellt sich wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein ein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine noch unbezahlte Eintrittskarte für das kommende Bundesligaspiel denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 012 / Das Foto von der Weinlese


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Im kleinen Örtchen Rebenwald herrscht Hochkonjunktur, da die Weinlese ansteht. Das ist immer ein besonderes Ereignis, das mit viel Tradition gefeiert wird. Düllmann hat vom örtlichen Tagesblatt den Auftrag bekommen, ein aussagekräftiges Foto der Weinlese zu erstellen. Sofort macht Düllmann sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen. In Rebenwald angekommen fragt Düllmann sofort den ersten Passanten: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier än paar Bilder von nem Leinbesen, äh Weinlese mache. Wo muss i dann do hi?" Und der so angesprochene Passant lallt, schon leicht betrunken, zurück: "Auf die Wein ... hicks ... Berge!". Nachdem Düllmann herausgefunden hat, dass es nicht "Weinhicksberge" sondern nur "Weinberge" heißen muss, trudelt er noch relativ pünktlich ein. Die Lese ist in vollem Gange und Düllmann sucht sich ein geeignetes Plätzchen zum fotografieren und fotografiert, was das Zeugs hält. Dieses Mal ist er ganz zufrieden und denkt, dass jetzt nichts mehr schiefgehen kann. Also fährt er schnurstracks zu dem Tagesblättchen und klinglt dort an der Tür. Er muss gar nicht mal lange warten, bis ihm aufgemacht wird. "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier ein paar Flaschen Wein, äh Bilder vonner Weinlese abgebb'n.", stellt er sich vor. "Ja, geben Sie mir schnell den Stick!", erwidert Schlagzeile, der Redakteur. Also übergibt Düllmann Schlagzeile den Stick, den dieser sofort in seinen Laptop steckt. "Nanu", wundert sich Schlagzeile, "Wo sind denn die Bilder von der Weinlese?" - "Äh do sinnse doch!" antwortet Düllmann. "Nein!", kreischt Schlagezeile, da sind nur ein paar Bilder von ein paar Teenies, die in irgendwelchen Zeitschriften blättern." - "Aber des sinn doch die Bilder", entgegnet Düllmann, "Des ware die änzige Leit, die dort g'lese hawwe, alle annere hawwe immer nur än paar Draube g'pflickt." Schlagzeile ist völlig außer sich und brüllt unangenehm laut: "R A U S S S S !", wobei er natürlich nicht vergisst, dem Fotografen einen herben Tritt zu verpassen, so dass sich bei Düllmann wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein einstellt.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt noch eine Flache Wein zum Abendessen kaufen wollte. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 013 / Fotos vom Freitag, dem 13.


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll für das örtliche Magazin das Geschehen am Freitag, dem 13. im Stadtkern festhalten. Passiert etwas Besonderes oder ist alles nur Aberglauben? Sofort macht Düllmann sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, läuft eine schwarze Katze direkt vor seinem Auto über die Straße. Düllmann erschrickt so, dass er einen Schweißausbruch bekommt. Aber als Profi in Sachen Fotografie lässt er sich nichts anmerken und fährt einfach weiter. Kurz bevor er die Stadt erreicht, hört er ein seltsames Zischen und sein Wagen zieht leicht nach rechts. Er steigt aus und sieht, dass er einen Platten hat. "Halb so schlimm", murmelt er vor sich hin, bis er bemerkt, dass er genau auf einem Bahnübergang steht. Sofort versucht Düllmann den Wagen von den Schienen zu schieben, doch er schafft keinen Millimeter. "Vielleicht sollte ich erst einmal die Bremse lösen", siniert Düllmann und löst die Bremse. Anschließend schaftt er es tatsächlich und schiebt den Wagen aus dem Gefahrenbereich. Sofort ruft er einen Automobilclub an, an dem er Mitglied ist bzw. war, weil er seine letzten Beiträge nicht bezahlt hat. Und so kommt der Pannendienst exakt 3 Stunden später und nach einer weiteren Stunde ist der Schaden behoben und Düllmann kann nun endlich in die Stadt fahren. Nachdem er keinen Parkplatz finden konnte, fährt er zum Bahnübergang zurück, denn da war vorhin ja noch alles frei. Und ... Glück gehabt. Nun macht sich Düllmann zu Fuß auf in die Stadt. Spätabends kommt er an und bemerkt, dass er seine Ausrüstung im Auto vergessen hat. Also muss er noch einmal zurück. Kaum, dass er am Auto angekommen ist und den Kofferraum geöffnet hat, fällt ihm siedendheiß ein, was heute anders gelaufen ist. Er ist dieses Mal nach den ersten zehn Kilometern nicht zurückgefahren, um seine Ausrüstung zu holen, da ihn die schwarze Katze so erschreckt hat. Trotzdem fährt er ganz zufrieden zu seinem Auftraggeber. Dort angekommen klingelt er an der Tür. Nach exakt 3 Minuten und 17 Sekunden wird ihm von dem Inhaber Zwiebelfisch geöffnet und Düllmann stelllt sich vor: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier 13 Bilder, äh Bilder vom 13. abgebb'n." Er übergibt Zwiebelfisch eine Speicherkarte, der diese sofort in seinen Rechner schiebt. "Na, dann will ich jetzt ein paar astreine Katastophen sehen", freut sich Zwiebelfisch. "Nanu, wo sind denn die ganzen Katastrophen?", fragt er, nachdem er auf der Karte nichts vorfinden konnte. "Ja, des iss ja die Katastroph'", entgegnet Düllmann, "ich hab' män Apparat vergesse und hab' so kä Bilder mache känne." Und was jetzt kommt, wird wohl schon jeder ahnen: Zwiebelfisch schmeißt Düllmann laut "R A U S S S S !" brüllend aus der Redaktion hinaus und bei Düllmann stellt sich wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein ein.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er gerade jetzt an seine noch unbezahlte Rechnung für seine Autorepartur denken muss. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.

 

 

Ein Auftrag für Düllmann - Folge 014 / Fotos vom Rummel


 

Düllmann hat einen neuen Auftrag.

 

Düllmann soll in einem kleinen Dörfchen für das bekannte Tagesblatt Bilder vom Rummel machen, der dort gerade stattfindet. Sein Auftraggeber, Herr Kirmes, will äußerst dynamische Bilder haben. Sofort macht Düllmann sich auf den Weg. Als er die ersten zehn Kilometer zurückgelegt hat, bekommt er eine hervorragende Idee: Er sieht Vorteile, wenn er beim Fototermin seine Ausrüstung mit dabei hätte. Also fährt er nochmals zurück, um seine Ausrüstung zu holen. Ein wenig später fährt er dann - komplett mit Ausrüstung - erneut seinem Ziel entgegen, das er dieses Mal auch prompt pünktlich erreicht. "Wie mach' isch nur dynamische Bilder?", grübelt er. Da sieht er die Attraktion des Festes: eine gewaltig große Achterbahn. Sofort erwachen in Düllmann alte Kindheitsträume und er kauft sich eine Fahrkarte. "Warum nicht das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden?", denkt er sich und beginnt während der rasanten Fahrt, wie wild zu fotografieren. "Hallo!", ruft es auf einmal und kurz darauf noch einmal "Hallo!". Doch Düllmann ignoriert dieses professionell und genießt weiterhin die Achterbahn. "Verdammt, die Fahrt ist zu Ende, jetzt steigen Sie doch endlich aus!", ruft die Stimme jetzt schon deutlich lauter. Düllmann war sich dessen gar nicht bewusst und steigt, leicht torkelnd, aus der Bahn aus. Als sein Schwindel wieder verflogen ist, denkt er an seinen Auftrag und macht sich sofort auf den Weg zu Kirmes. Kirmes wohnt am Ende des Dörfchens in einem etwas heruntergekommenen Häuschen, über dessen Tür ein Schild mit dem Text "Nicht fein, aber mein!", hängt. Gerade als Düllmann anklopfen will, öffnet sich die Tür und Kirmes stürmt nach draußen. Mit den Worten "Geben Sie mir gleich die Bilder!", bergrüßt er Düllmann und dieser antwortet gewohnheitsgemäß: "Guden Dagg, mein Name is Düllmann, ich bin än Graf ..., än Fodograf! Ich soll hier ä paar Bilder vom Fummel äh Rummel abgebb'n.", und übergibt Kirmes die Speicherkarte. Kirmes verschwindet im Haus und kommt kurze Zeit später mit einem hochroten Kopf zurück. "Düllmann!", kreischt er, "wo sind die versprochenen Bilder?". "A, uff der Kart'", antwortet Düllmann. "NEIN!", brüllt Kirmes, "Da ist nur unscharfes Zeugs drauf." - "Awwer Sie wollte doch, ebbes dynamisches. Un dynamischer, als Bilder aus der Achterboh geht doch net.", entgegnet Düllmann. Kirmes verschlägt's die Sprache und Düllmans Hinterteil, so dass sich bei Düllmann wieder einmal der plötzlich und unverhofft einsetzende Schmerz an seinem Steißbein einstellt.

 

Und erneut hat Düllmann einen Auftrag vermasselt und ihm wird langsam angst und bange, da er im Anschluss sein Honorar auf dem Rummel ausgeben wollte. Aber vielleicht meldet sich ja noch ein anderer Auftraggeber und alles wird gut.